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BiomonitoringBiomonitoring

Jeder Taucher kann zum Biomonitoring beitragen!

Mit ein wenig Grundkenntnissen können Sporttaucher Veränderungen im See frühzeitig erkennen und melden. An die richtigen Stellen weitergeleitet, können so rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um ein Gewässer zu schützen und zu verbessern.

Was wird denn gemessen und warum?

Untere Vegetationsgrenze oder Makrophytengrenze

Pflanzen und Algen brauchen zum Wachsen Licht. Je nach Art können sie mit mehr oder weniger Licht auskommen und kommen daher in unterschiedlichen Tiefen des Sees vor. Nimmt der Nährstoffgehalt eines Sees zu, erhöht sich auch die Menge an Kleinstlebewesen, die im Freiwasser leben. Das Wasser wird trübe, und das Sonnenlicht kann nicht mehr so tief eindringen. Geschieht dies über längere Zeit, erhalten Pflanzen in größeren Tiefen, nicht mehr genug Licht. Sie können dort nicht mehr wachsen.

Die untere Bewuchsgrenze (auch Vegetations- oder Makrophytengrenze genannt) verschiebt sich nach oben. Diese Bewuchsgrenze können Taucher relativ leicht feststellen. Beim Abtauchen sieht man viele Pflanzen. Unterhalb des dichtbewachsenen Bereichs kommen dann noch vereinzelt Pflanzen vor. Danach findet man vielleicht nur noch entwurzelte Algen und Pflanzen. Zwischen den einzelnen Pflanzen und den entwurzelten liegt die Bewuchsgrenze (siehe Bild).

 

Die Pflanzenzonierung unter Wasser. Bewuchsgrenze = Makrophytengrenze = Vegetationsgrenze.

Bakterien im See

 Einzelne Organismen kann man hier nicht ohne Hilfe sehen, aber jeder Taucher hat schon einmal weiße oder rote Nebelschwaden gesehen und vielleicht sogar den Schwefelgeruch unter Wasser wahrgenommen.

Bakterien sind keine Tiere, sondern bilden eine eigene Großgruppe. Sie sind einzellig, und was sie von Tieren unterscheidet, ist die Abwesenheit von Zellorganellen. Das bedeutet, sie haben keinen Zellkern oder etwas vergleichbares. Es liegt einfach alles so in der Zelle rum. Ansonsten wird es schwierig, Bakterien vorzustellen.

Schwefelbakterien sind keine einheitliche Gruppe. Manche vertragen keinen Sauerstoff, manche machen Photosynthese. Aber alle können unterschiedliche Schwefelformen nutzen, um Energie zu gewinnen.

Am auffälligsten sind hier die Purpurschwefelbakterien, die im Schein der Lampe pink sind. Man sieht oft rosa oder weiße "Nebelschwaden", vor allem im Sommer in tiefen Löchern eines Sees.

Sichtweite abschätzen

Bei der Sichtweite handelt es sich im Gegensatz zur Sichttiefe nach Secchi um einen Schätzwert. Da der Mittelwert vieler Schätzwerte aber gut mit der Sichttiefe nach Secchi korreliert, ist sie ein wertvoller Parameter für die Charakterisierung eines Sees. Um ein Gefühl für die Dimensionen unter Wasser zu bekommen, haben wir Übungen zur Messung und Abschätzung von Sichtweiten in Form eines Videos zur Verfügung gestellt.

Sichttiefe Messen

Die Sichttiefe ist ein Maß für die Lichteindringtiefe und wird  mit einem normierten Meßgerät, der Secchischeibe,  gemessen.
Im Gegensatz zur Sichtweite handelt es sich bei der Sichttiefe um einen definierten Meßwert. Der Mittelwert vieler Sichtweitenschätzungen liegt meist etwas geringer als die gemessene Sichttiefe und liegt bai ca. 0,7*Secchi-Sichttiefe.

 

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