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EutrophierungEutrophierung

Sind das nicht bekannte Bilder?

Schlechte Sicht, schleimige Algen, rosa Nebel und Flecken am Boden. Ekelig!

"Eutrophierung" - Seen am Umkippen!

Eutrophierung bedeutet, dass es viele Nährstoffe gibt. Vor allem Stickstoff und Phosphate. Beides sind eigentlich wichtige Pflanzen- und Algennahrung. Doch was steckt eigentlich noch dahinter?

Natürliche Seenalterung

Seen beginnen in ihrem Leben nährstoffarm als Mulden gefüllt mit Regen- oder Schmelzwasser. Doch mit der Zeit sammeln sich Nährstoffe an. Aus dem umliegenden Land und durch absterbende Pflanzen und Tiere. Da es davon anfangs noch wenig gibt, ist die Ansammlung auch recht langsam und gering.
Je älter der See wird, desto mehr Sedimentgrund sammelt sich an, mehr Pflanzen und Tiere leben und sterben im See und somit gibt es auch mehr Nährstoffe. Die Nährstoffproduktion wird höher als der Abbau. Der See wird nährstoffreich.
Mit zunehmender Ablagerung von Dreck, totem Material und Boden wird der See flacher. Er wird vom See zum flachen Tümpel, und dann zum feuchten Moor.

Eutrophierung

Eutrophierung wird allerdings selten für die natürliche Seenalterung verwendet. Meist bezieht es sich auf den vom Menschen verursachten, hohen Nährstoffeintrag. Dieser beschleunigt die Alterung dramatisch. Dadurch vermehren sich Algen sehr schnell (Algenblüten), die Sichttiefe ist stark vermindert und vor allem herrscht Sauerstoffmangel in der unteren Wasserschicht. Ein Nährstoffkreislauf beginnt. Mehr Nährstoffe, mehr Algen! Einzellige Algen können sich schnell vermehren und das Wasser trüber werden lassen.
Verschmutzt ist ein See in kurzer Zeit. Die Wiederherstellung dauert hingegen sehr lange. Nährstoffe lagern sich im Boden an. Algen wachsen schnell und viel. Durch das Absterben werden wieder Nährstoffe hinzugefügt. Daher hilft es oftmals, dem See Sauerstoff hinzuzufügen, und zum Beispiel Algen vor dem Absterben abzuernten.

Wissenswert: 
Eutrophierung ist die Anreicherung oder Überdüngung von Pflanzennährstoffen in einem Gewässer. Sie wird durch menschliches Zutun stark beschleunigt.
Empfohlene Literatur: 

Bick, H. 1999., Grundzüge der Ökologie. Spektrum Akademischer Verlag.
Klapper, H. 1992., Eutrophierung und Gewässerschutz. Gustav Fischer Verlag Jena, 277 Seiten.

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