In einem See lassen sich drei große Abschnitte unterscheiden: 2. Der übrige Seegrund (Profundal), bis zu dem das Sonnenlicht nicht mehr in der Stärke vordringen kann, die notwendig ist, um Pflanzenwachstum zu ermöglichen. 3. Der Bereich des freien Wassers (Pelagial). Jeder Bereich zeichnet sich durch die Zusammensetzung seiner Tier- und Pflanzenwelt aus.
Schematische Darstellung der Zonierung eines Süßwassers (Quelle: Xylander/Brümmer)
Die Röhrichtzone
Die Schwimmblattzone An die Röhrichtzone anschließend, treten an windgeschützten Stellen Pflanzen auf, die mit ihrer Wurzel und ihrem Stängel unter der Wasseroberfläche liegen und deren Blätter auf der Oberfläche schwimmen: unter anderem die gelbblütigen Teich- und die weißblühenden Seerosen. Die Stängel der Seerosen sind maximal zwei Meter lang. Seerosen siedeln daher ufernäher als die etwas längeren Teichrosen. Um auf dem Wasser schwimmen zu können, haben die Blätter der Teich- und Seerosen einen besonderen Aufbau: unter der Blattoberfläche liegt ein schwammartiges Gewebe mit luftgefüllten Hohlräumen, das sich bis in den Stängel und sogar bis in den ebenfalls luftaderdurchzogenen Wurzelstock fortsetzt. Die Tiefenverbreitung der Seerosen wird begrenzt durch das Zusammendrücken der luftführenden Gefäße. Die Zone der untergetauchten Pflanzen
Auf Pflanzen der "Laichkrautzone" findet man insbesondere in kalkreichen Gewässern einen grau-weißen Belag. Dieser Überzug entsteht, wenn Pflanzen dem im Wasser gelösten Hydrogencarbonat (HCO) für ihre Assimilation CO2 entziehen. Dabei entstehen Hydroxidionen (OR), die an der Oberseite des Blattes freigesetzt werden und dort mit weiterem Calciumhydrogencarbonat zu unlöslichem Kalk und Wasser reagieren. Dieser Kalk lagert sich auf der Blattoberseite ab und bedeckt die Blätter. Die Unterseiten bleiben frei und dienen weiterhin der Nährstoffaufnahme. Mit der Zeit platzen Kalkplättchen von der Oberseite der Pflanzen ab und sinken auf den Seegrund ab. Diesen Prozess bezeichnet man als "biogene Entkalkung" eines Gewässers. Der Kalkumsatz kann recht hoch sein und 100 Zentner pro Hektar betragen. Die unterseeischen Seen
Gewässer ohne Wasserpflanzen Eine typische Pflanzengemeinschaft des Litorals fehlt den meisten Talsperren. Ein schmales Litoral geht dort unmittelbar in das Profundal über. Die Gründe liegen in der Steilheit der Ufer und wasserwirtschaftlichen Nutzung. Diese künstlich angelegten Seen dienen der Trinkwasserversorgung, der Flussregulation oder der Energiegewinnung. Ihre Ufer sind häufig steil und können aufgrund des im Jahreszyklus stark schwankenden Wasserspiegels regelmäßig trocken liegen (wegen des ständigen Aufstauens und Ablassens). Eine typische Ufervegetation kann sich nicht entwickeln, weil sie zum einen nicht den nötigen Platz für ihre horizontale Ausbreitung findet, zum anderen bereits wenige Meter vom Ufer entfernt das Sonnenlicht nicht mehr die Kraft hat, die Photosynthese der Pflanzen in Gang zu halten.
Wasserpflanzen können nur wachsen, wenn sie durch Photosynthese mehr organische Substanzen aufbauen können, als sie durch ihren Stoffwechsel verbrauchen. Da sie für die Photosynthese Licht als Energiequelle benötigen, können sie nur in Wassertiefen mit
Im freien Wasser (Pelagial) leben viele verschiedene Planktonorganismen, zum Beispiel einzellige Algen und Tiere, Rädertierehen, Planktonkrebse (wie die Wasserflöhe und Hüpferlinge), aber auch einige Insektenlarven. Außerdem ist das Pelagial der Gewässerbereich, in dem wir viele Jugendformen unserer einheimischen Süßwasserfische antreffen, die im freien Wasser nach Plankton jagen.
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