Leben in Wasser ist in allererster Linie von den einzigartigen Eigenschaften von Wasser abhängig. Ökologische Zusammenhänge und Kreisläufe sind nur durch dadurch überhaupt möglich. Ein wesentliches Merkmal unserer Seen ist die sommerliche (und auch winterliche) Schichtung von der viele Vorgänge abhängig sind. Und auch sie entsteht durch die Besonderheit der Wassermoleküle. Also brauchen wir zuerst ein kurze Einführung zu "Wasser". Besonderheiten von Wasser Wasser ist der einzige anorganische Stoff der in der Natur flüssig, fest und gasförmig vorkommt. Es ist selbst bei Raumtemperatur flüssig. Wasser besteht aus drei Atomen - ein Wasserstoffatom und zwei Sauerstoffatome. Legt sich ein Wassermolekül mit anderen zusammen, entstehen Wasserstoffbrückenbindungen, die die Moleküle in einer einzigartigen dreidimensionalen Struktur festhalten. Thermische Schichtung Im Sommer gibt es kaum Wind. Die oberen Wasserschichten des Sees werden durch die Sonne erwärmt. Sie haben eine geringer Dichte als das kühlere Wasser in den tieferen Schichten und sinken daher nicht ab. Da Wasser ein schlechter Wärmeleiter ist, kommt es auch nicht zu einem guten Temperaturausgleich zwischen den beiden Schichten. Es entsteht eine relativ scharfe Grenze zwischen dem durchmischten Oberflächenwasser und dem kälteren Tiefenwasser. Es bildet sich eine Temperaturschichtung, d. h. der See wird thermisch stratifiziert. Es gibt eine warme Oberflächenschicht, das Epilimnion, und eine kalte tiefe Schicht, das Hypolimnion. Die Zwischenschicht nennt man Sprungschicht oder Metalimnion. Eine Richtlinie ist eine Temperaturänderung von mindestens 1°C pro Meter. Die Tiefe der größten Temperaturänderung nennt man Thermokline. Schichtungstypen Schichtungen sind nicht überall auf der Welt gleich. Da sich ja z. B. die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter unterscheiden. Auch kommt es auf die Seemorphologie an. Flache Seen, zum Beispiel, schichten sich kaum, da sie eigentlich immer durchmischt werden.
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