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Der Weg zum Tauchseen-PortalDer Weg zum Tauchseen-Portal

An vielen Seen waren über die letzten Jahrzehnte Probleme zwischen den verschiedenen Interessengruppen wie Taucher, Angler und Badende entstanden. Viele Gewässer wurden auf Grund der hohen Anzahl von Tauchern, vor allem an den Wochenenden, kurzer Hand geschlossen. So wurde einer Auseinandersetzung mit dem Problem aus dem Weg gegangen.

An einigen Seen entstanden jedoch in Zusammenarbeit mit den Landesumweltreferenten der Tauchverbände sowie Vertretern von Gemeinden und anderen Interessensgruppen Gespräche, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Diese Gespräche waren oft nicht einfach und bestimmt nicht immer ruhig. Aber beispielsweise innerhalb des Württembergischen Landestauchsportverbandes e.V., der Interessengemeinschaft Tauchen Hessen, der Ig Tauchen Rheinland-Pfalz und vielen mehr war genügend Elan und Motivation vorhanden, um die Gespräche am Laufen zu halten. Es wurde erkannt, dass es wichtig, aber auch möglich war, Lösungen zu finden, die Sportlern, der Natur und den Verwaltungsinstutitionen gerecht werden konnten. Durch den persönlichen Einsatz vieler ehrenamtlich-engagierter Taucher ist es gelungen, in langsamen und manchmal mühsamen Schritten über einzelne Fallbeispiele zu der Gedankengeburt eines Seeninformationssystems bis hin zum Tauchseen-Portal zu gelangen.

Hier möchten wir einen Überblick über die Meilensteine auf dem oft schwierigen Weg zu besseren Gewässern und natürlich auch Tauchgewässern geben. Der Dank gilt allen, die an diesem Projekt mit viel Engagement, Ideenreichtum, Motivation und Wissen mitgearbeitet und somit dazu beigetragen haben, dass wir Euch das Tauchseen-Portal präsentieren können.

  • seit 2007 - Erweiterung des Tauchseen-Portals
    Das Tauchseen-Portal wird regelmäßig erweitert und überarbeitet. Wir freuen uns auf Eure Mithilfe!
  • 2007 - Tauchseen-Portal
    Das Tauchseen-Portal geht am 21. Januar auf der boot 2007 in Düsseldorf mit knapp 400 Seen online.
  • 2006 - Interessengemeinschaft Tauchen in Bayern
    Taucher und Vertreter des Tauchsporthandels schlossen sich zusammen, um Tauchen in Bayern flächendeckend zu regeln und zu ermöglichen, sowie künftig als Ansprechpartner und Vermittler für Städte, Gemeinden, Seebesitzer, Vereine und Organisationen zur Verfügung zu stehen.
  • 2006 - Seen für EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
    Bis zum Herbst 2006 sollen die Länder Seen, die unter die EU-Wasserrahmenrichtlinie fallen, gemeldet haben.
  • 2006 - Das Seen-Informationssystem in Baden-Württemberg
    Nach Einladung des Ministeriums für Kultur, Jugend und Sport (MKJS) in Stuttgart wurde mit dem WLT e.V., BTSV e.V. sowie den Seeneignern und -pächtern eine Informationsveranstaltung durchgeführt.
  • 2005 bis 2015 - Internationale Aktionsdekade der UN "Wasser - Quelle des Lebens"
    Ein Jahrzehnt soll dem Wasser gewidmet sein. Wasser wird für die nachhaltige Entwicklung, wie auch zum Schutz unserer Umwelt und für den Kampf gegen Hunger und Armut benötigt. Wasser kann man nicht ersetzen. Bis 2015 soll die Zahl der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen haben, halbiert werden.
  • 2004 - IKU Seen
    Der Antrag für ein "Internetgestütztes Kommunikationssystem für die effektive Umsetzung nachhaltiger ökologischer Nutzungskonzepte für Tauchseen" (IKU Seen) wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) genehmigt. Das Projekt wird gefördert vom BfN mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).
    2004 - Tauche(n) in NRW
    Info-CD mit Tauchgewässern in NRW erscheint.
    2004 - Nutzungsvertrag über das Tauchen in Binnenseen in Schleswig-Holstein
  • 2004 - Überarbeitete EU-Badegewässerrichtlinie
    Strengere Grenzwerte und praxistaugliche Regelungen sollen die Badegewässerqualität künftig verbessern.
  • 2002 - 7. Novelle des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG)
    Ziel der Novelle ist der Einstieg in eine grenzüberschreitende nachhaltige und rechtlich verankerte Gewässerbewirtschaftung. Alle Gewässer sollen bis 2015 sowohl im Hinblick auf die Schadstoffe als auch auf die heimische aquatische Tier- und Pflanzenwelt einen "guten Zustand" erreichen. Dazu werden bis 2009 Bewirtschaftungspläne erarbeitet.
  • 2001 - LSV Agenda-Preis für Runden Tisch Weinheim
    Der Landessportverband zeichnet den Runden Tisch Weinheim zusammen mit zwei anderen Projekten mit dem Agenda-Preis 2001 aus: "Alle drei Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass auf kommunaler Ebene gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern die Kriterien der Agenda 21 umgesetzt wurden und werden."
  • Examensarbeit von Kämmler, Christine, Rupprecht-Karls-Universität Heidelberg, 2001 mit dem Titel "Die Reaktionen deutscher Sportorganisationen auf die Agenda 21."
  • 2000 bis heute - Seen-Informationssystem
    Der WLT e.V. erarbeitete in Zusammenarbeit mit dem BTSV e.V. erste Konzepte und Strategien für ein Seen-Informationssystem in Baden-Württemberg.
  • 2000 - AGENDA 21 - Thema für den organisierten Sport?
    Diplomarbeit von Bock, S., Institut für Sportwissenschaften, Universität Hannover, 2000 mit dem Titel "Agenda 21 - Thema für den organisierten Sport? Untersuchung der Bedingungen und Möglichkeiten von Sportvereinen und Sportverbänden zur Unterstützung  der Ziele der Agenda 21."
  • 2000 - "Umweltpreis 2000" der Fachgruppe Outdoor im Kuratorium Sport und Natur für den Verband Deutscher Sporttaucher e.V.
    Der VDST erhält den Preis für das gemeinsame Projekt "Naturverträgliches Tauchen in heimischen Gewässern" seines Landesverbands Württemberg (Württembergischer Landesverband für Tauchsport e.V.) mit der Wissenschaftlichen Tauchgruppe der Universitäten Stuttgarts (WiTUS).
  • 2000/2001 - AGENDA 21 und Sport
  • 1999 - Seenkonzepte des WLT e.V.
  • Der Württembergische Landesverband für Tauchsport e.V. erstellt umfangreiches Informationsmaterial für Taucher zu Seen in Baden-Württemberg.
  • 1999 - Regelung für Baggersee "Fuchs und Groß", Eggenstein
    Räumliche und zeitliche Regelungen sowie das Verbot von kommerzieller Nutzung im Eggensteiner Baggersee ermöglichen es nach langer Zeit mit großem Nutzungsdruck für den See, angenehme Regelungen für Taucher und andere Nutzer zu implementieren.
  • 1998 - NATURA 2000
    Natura 2000 wird ein länderübergreifendes Schutzgebietssystem innerhalb der Europäischen Union bezeichnet, in das Gebiete mit gemeinschaftlicher Bedeutung bzw. besondere Schutzgebiete der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) von 1992 und die Vogelschutzgebiete der Vogelschutz-Richtlinie von 1979 integriert wurden.
  • 1997 - Erfassung der stehenden Gewässer Baden-Württemberg
    Diplomarbeit von Keuerleber, S., Universität Karlsruhe, 1997 mit dem Titel "Erfassung der stehenden Gewässer Baden-Württemberg". In dieser Diplomarbeit wurden 507 Gewässer größer als zwei Hektar inklusive ihrer geographischen Informationen und Nutzungsmöglichkeiten erfasst.
  • 1997 - Digitale Erfassung von Gewässern in Baden-Württemberg (Wassersportplan)
    Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg gibt eine räumlich orientierte Datenbank in Auftrag, in der sport- und umweltbezogene Informationen über die Gewässer und deren räumlichen Lage erfasst werden sollen.
  • 1997 - Tailfinger Erklärung
    Anlässlich der Tagung "Sport und Umwelt - Wassersport" wurde an der Landessportschule Tailfingen eine Erklärung mit dem Ziel verfasst, dass der Tauchsport umweltverträglich ausgeübt, der Nutzungsdruck vor allem von kommerzieller Seite gemindert, Belange des Naturschutzes in ein Nutzungskonzept eingeplant und umweltverträgliches Tauchen in die Ausbildung mit aufgenommen werden müssen.
  • 1995 - 1. Seminar "Sicheres Tauchen im Bodensee" in Überlingen
    Der Arbeitskreis Sicheres Tauchen im Bodensee (AST e.V.) organisiert ein Seminar zur Aufklärung über sicheres Tauchen. Diese Referate sind auf deren Website erhältlich und sollen im Rahmen der Aus- und Weiterbildung vervielfältigt und verwendet werden.
  • 1995 - Runder Tisch Waidsee
    Ansässige Vereine, Association of Research Diving Biologists (ARDB) in Zusammenarbeit mit einem Umweltplanungsbüro erarbeiteten Tauchregelungen, führten ein Biomonitoring ein und realisierten eine Seenbelüftung.
  • 1993 bis 1994 - Runder Tisch St. Leon-Rot
    Teilnehmer des Runden Tisches waren Gemeinde/Freizeitanlage St. Leon-Rot (auch als Vertreter für Angler, Wasserskifahrer, Camper und Badegäste), Association of Research Diving Biologists (ARDB), der Badische Tauchsportverband e.V. (BTSV) und Württembergische Landesverband für Tauchsport e.V. (WLT) sowie "Divemaster" (Fachmagazin für Tauchlehrer und Tauchausbilder, Stuttgart). Es gelang, innerhalb von zwei Jahren eine Tauchregelung und ein limnologisches Konzept zu erstellen.
  • 1993 bis heute – Alljährliche Symposien zur nachhaltigen Sportentwicklung des Deutschen Sportbundes 
  • 1993 organisierte "Sport mit Einsicht e.V." in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ein alljährlich stattfindendes Symposium zur nachhaltigen Entwicklung im Sport in Bodenheim. Finanziell unterstützt wurden die Symposien im Laufe der Jahre durch das Bundesinnenministerium (BMI), das Bundesumweltministerium (BMU), das Umweltbundesamt (UBA) und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).
    Folgende Themen wurden unter anderem behandelt: Ökologische Zukunft des Sports (1993), Sport und Natur im Konflikt (1995), Sport und Natur: Strategien zur Konfliktlösung (1996), Sport und Nachhaltigkeit (1998), Umweltkommunikation im Sport (2001), Umweltbildung im Sport (2006).
  • 1993 - Regionalkonferenz "Tauchen in Süddeutschland" des Förderkreises Sporttauchen
  • 1993 - Interessengemeinschaft Tauchen Hessen e.V.
  • 1992 - Wassersportsymposium
    Wassersportsymposium auf der boot92 in Düsseldorf zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Sportbundes (DSB) Hans Hansen.
  • 1992 - Badesee Sinningen
    In Zusammenarbeit mit den Gemeinden, dem Tauchclub Illerhechte e.V., dem Württembergischen Landesverband für Tauchsport e.V. (WLT) und Anliegern wurde eine Tauchregelung getroffen, die Konflikte zwischen verschiedenen Nutzern durch eine zeitliche und räumliche Trennung löste und zugleich Naturschutzzonen erschuf.
  • 1991 - Streitköpfle
    Aus einer Veranstaltung, zu der die Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg in Linkenheim Fachleute der Naturschutzbehörden, Angler, die Gemeindeverwaltung sowie Bürger der Gemeinde und Taucher aus nah und fern einlud, ging die heute bestehende Taucherregelung am See hervor.
  • 1991 - Streitköpfle-Urteil
    Das Streitköpfle-Urteil, welches die Nutzung des Linkenheimer Baggersees Streiköpfle klären sollte, hatte eine überregionale Bedeutung, da das Tauchen in der Gemeingebrauchsregelung mit dem Baden in Baden-Württemberg gleichgestellt wurde.
  • 1990 - Arbeitskreis Sicheres Tauchen im Bodensee e.V. (AST)
    Ansteigende Taucherzahlen im Bodensee führten auch zu einem drastischen Anstieg der Tauchunfälle. Um das drohende Tauchverbot abzuwenden, wurde der AST e.V. gegründet. Der Arbeitskreis setzt sich aus erfahrenen Sporttauchern, Vertretern anderer, auch indirekt mit der Sporttaucherei befasster Stellen, wie zum Beispiel des Rettungswesens und örtliche Verwaltungsstellen sowie mit der Wasserschutzpolizei (WaPo), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) und der Fischerei auch aus anderen Fachdisziplinen zusammen. Die Hauptanliegen des Vereins sind neben der wichtigen Behördenarbeit die Bereitstellung von Informationen über sichereres Tauchen durch die Auswertung von Tauchunfällen und besonders deren Vermeidung durch Aufklärung.
  • 1976 - Die ersten EU-Badegewässerrichtlinien

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