Baden gehört zu einem der beliebtesten Freizeitaktivitäten. In Deutschland gibt es 1561 Binnen- und 390 Küstenbadegewässer. Die Wasserqualität wird nach der "Richtlinie 2006/7/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Februar 2006 über die Qualität der Badegewässer und deren Bewirtschaftung und zur Aufhebung der Richtlinie 76/160/EWG" überwacht. Im Rahmen dieser Richtlinie muss Deutschland jährlich einen Bericht über die Qualität der Badegewässer der vorangegangenen Badesaison nach Brüssel schicken. Die Informationen aller Mitgliedsländer werden zusammengefasst und von der Europäischen Kommission wird der Badegewässeratlas herausgegeben. Zwar müssen die Mitgliedsstaaten die in der Richtlinie festgelegten Grenz- und Richtwerte einhalten, die Umsetzung der Richtlinie unterliegt in Deutschland jedoch den 16 Bundesländern. Gewässerproben werden mehrmals während der Badesaison (01. Juni bis 15. September) und einmal 14 Tage vor Beginn der Badesaison entnommen und getestet. Dabei werden 16 Parameter untersucht. Aber vor allem werden mikrobiologische Verunreinigungen untersucht. Dabei spielen vor allem Bakterien eine Bedeutung, die zu Durchfall und Erbrechen führen können (zum Beispiel Eschericha coli). Obwohl sich die Qualität der Badegewässer in den letzten Jahren auf Grund der Richtlinie verbessert hat, wird diese momentan überarbeitet, um durch die in der Praxis erworbenen Erkenntnisse und dem neusten Stand der Wissenschaft angepasst zu werden. Auf den Badegewässeratlanten der Länder, des Bundes oder der EU werden folgende Farbcodierungen verwendet:
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