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BodenseeBodensee

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Seensteckbrief

Tauchen erlaubt

Ja

Größe (ha)

57100

Länge (m)

63000

Breite (m)

14000

Tiefe Ø (m)

95

Tiefe max. (m)

254

Höhe über Null (m)

395

Zufluss

Hauptzufluss und Abfluss ist der Rhein. Zusätzlich fließen noch die Bregenzer Ach, Argen, Radolfzeller Aach, Steinach, Schussen, Goldach, Dornbirner Ach in den Bodensee.

Schutzstatus

NSG "Rheindelta"

Nutzung

baden, bootfahren, rudern, surfen, tauchen, tretbootfahren

Kurzinfo

Flächenmäßig ist der Bodensee nach dem Platten- und dem Gardasee der drittgrößte See Europas. Da er aber nur anteilig in Deutschland liegt, ist die Müritz der größte See Deutschlands. Es gibt viele verschiedene Tauchplätze, bei denen sich auch die Unterwasserwelt sehr unterscheidet. Ihr findet allgemeine Informationen zum See, zu seiner Entstehung und zur Ökologie sowie den einzelnen Tauchstellen.

Tauchsee-Informationen

Tauchen erlaubt/verboten: 
Tauchen erlaubt.
Tauchinformationen: 

Der Bodensee ist eines der beliebtesten Tauchgewässer Europas. Allerdings ist er durch seine Tiefe, wechselnde Sichtverhältnisse, Strömungen und die ganzjährig kalten Temperaturen ein sehr anspruchvolles Tauchgewässer. Daher sollten unerfahrenene Taucher oder Bodenseeneulinge sich zuerst informieren, mit ortskundigen Tauchern zusammen tauchen und auf alle Fälle die Sicherheitsmaßnahmen für den Bodensee einhalten.

Im Januar 2006 ist eine neue Bodensee-Schifffahrts-Ordung (BSO) in Kraft getreten. Zusätzlich trat im April 2006 eine Allgemeinverfügung in Kraft, die das Tauchen an manchen der betroffenen Stellen genauer regelt. Bitte informiert Euch vor einem Tauchgang nach den genauen Regelungen!

Beschränkung: 

Grundsätzliche Regeln:

Es muss bei jedem Tauchgang eine Flagge mit dem Buchstaben "A" der internationalen Flaggenordnung (Doppelständer, deren Hälfte am Stock weiß und deren andere Hälfte blau ist) am Taucheinstieg an Land gesetzt werden. Nachts und bei schlechten Sicht- bzw. Wetterverhältnissen ist die Flagge wirksam anzuleuchten. Die Polizei ist berechtigt, weitere Anordnungen zu treffen. Den Anordnungen ist Folge zu leisten. Bei der Ausübung des Tauchsports darf generell keine Behinderung der Schifffahrt stattfinden.

Verhaltensregeln für das Tauchen im Bodensee (aufgestellt vom Arbeitskreis Sicheres Tauchen im Bodensee e.V.):

Platzsparend einparken / Fahrgemeinschaften bilden

  1. Parkscheine entsprechend der Aufenthaltsdauer lösen
  2. Pietät- und rücksichtsvolles Umziehen
  3. Kein Pinkeln in Hecken und Büsche. Benutzung von öffentlichen Toiletten und mitgebrachten Campingtoiletten.
  4. Taucherflagge setzen
  5. Keine Gefährdung der Schifffahrt
  6. Kein Ausblasen von Ventilen und Automaten
  7. Laute Musik / Unterhaltung am Parkplatz vermeiden
  8. Müll mitnehmen
  9. Keinerlei Beeinträchtigung von Nichttauchern, Passanten etc.

Hinweis zum Tauchen bei Sturmwarnung (aufgestellt vom Arbeitskreis Sicheres Tauchen im Bodensee e.V.):

Bei Sturmwarnung haben alle Wassersportler (und das sind auch wir Taucher!) das Wasser umgehend zu verlassen. Müssen Rettungskräfte zum Einsatz kommen, weil trotz Sturmwarnung Wassersport ausgeübt wurde, so sind die Kosten vom Verursacher zu tragen. Diese Kosten trägt keine Versicherung!

Außerdem sind die Bodensee-Schifffahrts-Ordnung (BSO) und die Allgemeinverfügung zu beachten!

Eignung: 
An einigen Stellen ist die Anfängerausbildung möglich und das Gewässer für Anfänger geeignet. Viele Tauchplätze sind aber für Anfänger eher ungeeignet. Bitte vorher Erkundigungen einholen!
Geschichte: 

Jeder der größeren Gletschervorstöße hat im Bodenseegebiet das Molassevorland weiter ausgehobelt. Nachdem der Günz-Gletscher sich zurückgezogen hatte, bildete sich im Becken ein See, der nach Norden zur Donau abfloss. Während der Mindel-Eiszeit floss das Wasser nach wie vor nach Norden ab, zunehmend strömte das Wasser aber nun auch in Richtung Osten zum Aare-Nordsee-Rheinsystem. Nach der Eiszeit entstand wieder ein Zungenbeckensee mit Hauptfluss im Westen. Starke Erosionsarbeit wurde vom See geleistet. Während der größten Eiszeit (Rißeiszeit vor 100.000 Jahren) entstand ein tiefer Zungenbeckensee, der auch während der Interglazialzeit Bestand hatte. Nach der vorläufig letzten Eiszeit, die Würmeiszeit, liefen alle Schmelzwasser in den See, der sich nun komplett über den Rhein entleert.

Nach der römischen Siedlung Brigantium (Bregenz) wurde der See bis ins 10. Jahrhundert Lacus brigantinus genannt. Später wurde er in Lacus bodmanicus umbenannt, nach der fränkischen Königspfalz Bodama (Bodman). Daraus entstand über podmensê, Bodmensee, Bodemsee der Bodensee. In den romanischen Sprachen sowie im Englischen wird der See nach der Stadt Konstanz benannt: Lac de Constance, Lago di Constanza, Lake Constance.

Entstehung: 

Zungenbeckensee

Freizeitangebot und Anreise

Badeinformationen: 

Es gibt viele Badestellen am Bodensee.

Freizeitinformationen: 

Für nicht-tauchende Familienmitglieder gibt es in der näheren Umgebung der meisten Tauchplätze andere interessante Unternehmungsmöglichkeiten:

- Pfahlbauten in Unteruhlingen: Hier kann man zwei Siedlungen aus der Stein- und Bronzezeit im Freilichtmuseum anschauen. (Zwischen Überlingen und Meersburg.)

- Schloss Meersburg und die Meersburg: Erste süddeutsche Barock-Residenz, letzte mittelalterliche Burg mit Rittersaal, Wehr-Bastion und Rittershop.

- Insel Mainau: Im Sommer gibt es hier viele Touristen. Die Insel bietet einen botanischen Garten und ein riesiges Schmetterlingshaus (in der Nähe von Konstanz).

- Sea Life Center in Konstanz: Das Aquarium mit Salz- und Süßwasserbecken und einer guten Ausstellung regionaler Fischer liegt direkt im Konstanzer Hafen.

- Das Archäologische Museum Konstanz bietet die unterschiedlichsten Funde von Pfahlbauten, keltische und römische Nachweise sowie alemannische Gräber.

- Der Affenberg Salem liegt zwar ein wenig weg vom See, bietet aber in einem großen Waldgebiet Berberaffen, Störche und Wasservögel (in der Nähe von Überlingen und Meersburg).

Badesee (Eigenschaft): 
Ja
Anfahrt: 

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Eigenschaften: Befestigter Einstieg Ohne Anmeldung Parkplatz vor Ort Tauchen erlaubt WC/Dusche

Bilder

Campingplatz Überlingen
Campingplatz Überlingen
Parkhaus Post Überlingen
Parkhaus Post Überlingen
Parkhaus Post Überlingen
Bodensee
Steilwand

Monitoring

Tauchplatz-Details

Taucheranzahl

Parkplatzsituation

Notfallinfo

Telefon

Eigenschaften

Befestigter EinstiegOhne AnmeldungParkplatz vor OrtTauchen erlaubtWC/Dusche

Verordnung

Bodensee-Schifffahrts-Ordnung (BSO) und Allgemeinverfügung beachten.

Regionale Ansprechpartner

HELIOS Spital Überlingen GmbH Druckkammer
Härlenweg 1
88662 Überlingen
07551/94770
07551/94772002
info.ueberlingen@helios-kliniken.de
http://www.helios-kliniken.de

Vorwarnzeit: 30 Minuten

Druckkammern mit eingeschränkter Dienstbereitschaft für die hyperbare Sauerstofftherapie

  • Ökologie
  • Flora
  • Fauna
  • Grundbeschaffenheit
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    Gliederung des Bodensees

    - Oberer Seeteil (47.300 ha):
    Obersee mit 47.600 ha und max. Tiefe von 252 m und Überlinger See mit 6.500 ha und max. Tiefe 147 m
    - Untersee (63.000 ha):
    Rheinsee mit 3.150 ha und max. Tiefe 46 m, Zeller See mit 1.750 ha und max. Tiefe 26 m und dem Gnadensee mit 1.400 ha und max. Tiefe 22 m
    - Seerhein

    Inseln des Bodensees

    Es gibt drei größere Inseln (Altstadtinsel von Lindau, Mainau, Reichenau und die Konstanzer Insel) sowie zahlreiche kleinere Inseln.
    Lindau ist aus altem Moränenmaterial aufgebaut und bestand ursprünglich aus drei Inseln. Die natürlichen Wasserarme, die die Inseln voneinander trennten, wurden im 19. Jahrhundert aufgeschüttet.
    Die Mainau (44 ha groß, 33 m hoch) befindet sich im Überlingersee. Sie ist Teil einer abgesunkenen Molassescholle. Nach Westen schließen sich flache Buchten an, über die seit 1857 auch eine Brücke führt, im Osten fällt das Ufer steil in über 100 m Tiefe ab.
    Reichenau ragt 45m über den See und ist 400 ha groß. Ein künstlicher Damm verbindet die Insel mit dem Festland.
    Die Konstanzer Insel ist 1,8 ha groß und beherbergte ein Dominikanerkloster.
    Die Inseln des Bodensees machen nicht einmal 1% seiner Gesamtoberfläche aus.

    Wetter am Bodensee

    Neben der Wassertiefe und den unergründlichen Steilhängen wird am Bodensee auch oft das Wetter unterschätzt. Bei schönstem Sonnenschein können schnell und unerwartet Stürme über den Bodensee fegen. Bei Sturmwinde ab 34 Knoten bzw. Windstärke 8 werden die rund um den See installierten orangefarbigen Blinkscheinwerfer angeschaltet, die bei Starkwindwarnung 40 mal pro Minute und bei Sturmwarnung 90 mal pro Minute blinken. Ebenso unerwartet kommt der Föhn, der aus den Alpen kommend sich durch das Rheintal über das Wasser ausbreitet und Wellenberge mit mehreren Metern Höhe entstehen lassen kann.



    Lebensräume am Bodensee

    Zwei Hauptlebensräume stehen den Bewohnern des Sees zur Verfügung: der Boden (das Benthal) und das Freiwasser (das Pelagial).

    Weitere Informationen zur Ökologie rund um den Bodensee findet man unter www.bodensee-ufer.de

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    Pflanzen in der Grenzzone

    In der Überschwemmungszone (Eulitoral), die durchschnittlich 5 bis 21 Wochen im Jahr mit Wasser bedeckt ist, findet man die Mitglieder der Strandschmielengesellschaft. Zu ihnen gehört neben der Strandschmiele, der Amphibische Steinbrech (Saxifraga oppositifolia amphibia), die Purpurrote Strandnelke (Armeria maritima purpurea), und das Zwerg-Vergißmeinnicht (Myosotis rehsteineri). Im unteren Eulitoral findet man die Nadelbinsengesellschaft mit seinen Vertretern Strandling (Littroella uniflora), der Nadelbinse (Eleocharis acicularis) und dem Schleichenden Hahnenfuß (Ranunculus reptans).

    Pflanzen in der Schilfzone

    Große Uferflächen des Untersees, aber auch des Obersees sind Lebensraum für die Pflanzengesellschaft Phragmitetum, mit seinem Hauptvertreter, dem Schilfrohr (Phragmites communis). Die Schilfrohrgesellschaft ist besonders wichtig für die Wasserqualität, Ufererosionsschutz und als Brutplatz vieler Wasservögel. Mit ihrem reich verzweigten, ausgreifenden Stängelwerk breiten Schilfbestände einen wahren Filz von Wurzeln aus, zwischen dem sich Sand und Schlamm ansammeln und die somit den Boden erhöhen. In bis zu 2 m tiefem Wasser dehnt sich das Schilfrohr aus. Nach oben sprossen 4 bis 5 m hohe Halme, die Wind und Wellen abfangen und verlangsamen. Im Spätherbst stirbt das Schilfrohr ab und fängt im Frühjahr erneut an zu wachsen. Zwischen dem Schilfrohr leben zudem Rohrglanzgras (Phalaris arundinaceae), Wasser-Süßgras (Glyceria aquatica), Rohrkolben (Typha latifolia und T. angustifolia), die Seebinse (Scirpus lacustris) sowie weitere Binsenarten.

    Pflanzen in der Schwimmblatt- und Tauchblattzone

    Die Schwimmblattgesellschaft wurzelt zwar ab dem Grund, treibt aber seine Stängel bis zur Wasseroberfläche und breitet dort ihre Blätter aus. Die bekanntesten Arten (Weiße Seerose und Gelbe Taichrose) sind im Bodensee selten vertreten. Laichkrautgesellschaften nehmen im Bodensee die vorherrschende Rolle in der Schwimmblattzone ein. Durchwachsenes und Glänzendes Laichkraut sowie das Kamm-Laichkraut (respektice Potamogeton perfoliatus, P. lucens, P. pectinatus) sind die häufigsten Arten. Aber auch Spreizender Hahnenfuß (Ranunculus circinatus), Tausendblatt (Myriophyllum), Tannenwedel und Wasserpest treten zwar nicht massenhaft auf, sind aber doch regelmäßig zu finden.
    In der Tauchblattzone fallen vor allem die Armleuchteralgen auf. Bis in 15 m Tiefe bilden sich mehr oder weniger zusammenhängende Rasen. An den männlichen Algen kann man schon mit dem bloßen Augen die leuchtenden orange-roten Keimzellen erkennen. Armleuchteralgen lagern in ihren Zellen viel Kalk ab, wodurch sie zwar Halt gewinnen, aber auch brüchig werden.

    Pflanzen im Freiwasser

    Pflanzen im Freiwasser sind mikroskopisch kleine Pflanzen, die man mit dem bloßen Auge kaum wahrnehmen kann. Das so genannte Phytoplankton ist für den See von größter Bedeutung, da die kleinen Lebewesen mit Hilfe von Licht und ihres Chlorophylls aus Kohlendioxid und Wasser Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße aufbauen und als Abfallprodukt Sauerstoff abgeben. Sie stehen als Primärproduzenten am Anfang der Nahrungskette und sind eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele Tiere.
    Die Zusammensetzung des Phytoplanktons hängt von der Jahreszeit und dem Nahrungsangebot ab. So hat sich die Zusammensetzung des Phytoplanktons über die letzten Jahre verändert. Wurde das Plankton früher von Kieselalgen (Diatomeen) dominiert, wachsen heute vor allem Pyrrhophyceen sowie Blau- und Grünalgen, die sich auch durch zeitweiliges Massenauftreten auszeichnen. Daher kommt es im Jahresverlauf zu mehreren Wachstumsspitzen mit unterschiedlich beteiligten Hauptgruppen und -arten (Zeichnung nach Kiefer 1955).

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    Tiere im Freiwasser

    Zooplankton

    Die größte Gruppe der planktischen Tiere stellen die Krebstierchen. Während des ganzen Jahres kann man eigentlich die Ruderfußkrebschen (Copepoda) beobachten. Diese kleinen Hüpferlinge kann man sogar beobachten wenn man versucht ganz nah an der Maske zu fokussieren und sieht kleine schwarze Punkte mit ruckartigen Bewegungen durchs Wasser zick-zacken. Häufige Vertreter sind Mesoclyclops leuckarti, Cyclops abyssorum praealpinus sowie der Cyclops bicusoidatus. Letzterer zeigt jahreszeitliche Wanderungsmuster innerhalb der Wassersäule. So befinden sich Massen dieser Krebschen im Winter über dem Grund vor allem des Untersees. Mit zurückgehenden Sauerstoffwerten im Frühsommer hebt sich die Population vom Boden ab und verbringt den Tag dicht gedrängt dicht über der sauerstofflosen Tiefenschicht. Nachts steigen die Tiere dann zur Wasseroberfläche und sinken gegen Morgen wieder ab. Mit einsetzen der Herbstzirkulation sinken die Tiere wieder zum Grund.
    Weitere bemerkenswerte Zooplankter sind die Wasserflöhe (Cladocera), die mit mehreren Arten, z. B. Daphnia longispina und Daphnia cucullata vertreten sind. Zudem finden sich Rädertiere (Rotatoria), die sich mit Hilfe von Wimperhärchen fortbewegen im Plankton. Von den vielen Süßwasserinsekten kommt nur die Larve der Büschelmücke im Plankton vor.

    Fische

    Der Bodensee hat nach jahrhundertealter Tradition noch eine große Zahl an Berufsfischer. Wenige Fischarten sind allerdings für die Berufsfischerei von Bedeutung. Neben dem Zander zählt die Bodensee-Felche zum wichtigsten Fisch, aber auch Barsch (Perca fluviatilis), Forelle (Salmo trutta), Hecht (Esox esox), Aal (Anguilla anguilla) und Brachse (Abramis brama). Weitere 25 Arten kommen im See, wenn auch nicht in natürlicher Weise, vor. Bereits im Mittelalter dürfte der Karpfen eingesetzt worden sein. In den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurden dann Regenbogenforelle, Aal und Zander eingesetzt um den Berufsfischern weitere Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Unbeabsichtigt oder zumindest unbedacht kamen dann auch Arten wie der Bachsaibling, die Karausche, Dreistachliger Stichling, Zwergwels und Kaulbarsch in den See.
    Die besondere Fischart des Bodensees ist die Felche. Vier Formen sind beschrieben: Blau- und Sandfelche, Gangfisch und Kilch. Blaufelche und Gangfisch leben hauptsächlich im Freiwasser und werden Schwebrenke genannt. Sandfelche und Kilch leben bodennah.

    Die Seeforelle gehört zu den lachsartigen Fischen. Die Seeforellenbestände sind in den 1980er Jahren dramatisch zurück gegangen. Anstelle von 20 t im Jahre 1956 konnten 1985 nur 1,5 t gefangen werden. Problem war die unterbrochene Laichwanderroute. Die Seeforelle wandert flussaufwärts zu den Quellregionen wobei der Rhein die wichtigste Wanderroute darstellte. Allerdings konnten die Fische das Hindernis Rheinkraftwerk Reichenau nicht überwinden. Daraufhin haben Bevölkerung und Berufsfischer gemeinsam an einer Lösung gearbeitet. Durch viel Überzeugungskraft wurde der Betreiber des Kraftwerkes zum Bau einer Fischtreppe überredet. Die Fischtreppe besteht aus aneinander gereihten Kammern, die es den Fischen ermöglicht, die 12 m Höhenunterschied zu überwinden. Im ersten Jahr passierten 380 Seeforellen das Wehr, ein Jahr später waren es mehr als 900. Neben der Öffentlichkeit und dem Kraftwerksbetreiber arbeitete auch die staatliche Fischbrutanstalt Nonnenhorn bei Wasserburg an diesem Projekt mit. Sie zog 500 Laichfische heran, aus denen jedes Jahr 800.000 Eier gewonnen werden. Nach dem Schlüpfen werden die jungen Seeforellen noch drei Monate lang groß gezogen und dann in den Zuflüssen des Bodensees ausgesetzt.
    Seeforellen bleiben ca. 1 Jahr in den Flüssen und wandern dann in den Bodensee. Dort verbringen sie drei bis vier Jahre. Dann wandern sie zurück flussaufwärts zu den Laichgebieten. Die Seeforelle ist eine der größten in Süßwasser lebenden Lachsartigen Fische Europas. An der Rettungsaktion für die Seeforelle beteiligt sich auch die staatliche Fischbrutanstalt Nonnenhorn bei Wasserburg. Hier hat man mittlerweile ein Bestand von 500 Laichfischen herangezogen. Jedes Jahr im November werden aus ihnen rund 800.000 Eier gewonnen und besamt. Nach drei Monaten im Bruthaus schlüpfen die jungen Seeforellen, im Mai werden sie als drei bis fünf Zentimeter große Fische in die Zuflüsse des Bodensees ausgesetzt. Nach etwa einem Jahr wandern die Fische in den Bodensee und bleiben dort drei bis vier Jahre. Dann sind auch sie bereit, zum Laichen die anstrengende Reise flussaufwärts anzutreten. (Quelle: br-online.de)

    Fischen mit so genannten Fischreisern war eine typische Fangart am Bodensee. Zwischen Pfähle wurde Reisig gelegt, dass dann wieder mit Pfählen oder Steinen beschwert wurde. Fische hielten sich gerne in diesen künstlichen Unterschlupfen auf, da sie hier auch Schutz vor Stürmen fanden. Hin und wieder wurden die Reiser dann mit einem Netz umspannt und die Fische hineingetrieben. Überreste solcher Reiser kann man noch immer im Bodensee finden. Hauptsächlich auf den Seehalden zwischen 5 und 15 m Wassertiefe wurden die Reiser angebracht. Aber auch heute gibt es noch Reiser im See. Heute werden die Fische dort nicht mehr gefangen, sondern man versucht ihnen in dem eher strukturlosen Lebensraum Unterstand und Schutz zu bieten. Auch als Laichplätze werden die Reiser gerne von Barsch, Hecht und Zander angenommen. (Quelle: Kramer & Mainberger. 2004. AGBU e.V., www.bodensee-ufer.de)

    Tiere im Benthos

    Die wohl merkwürdigsten Tiere am Grund, die aber auch an Pfählen und anderem festen Untergrund wachsen, sind die Süßwasserschwämme. Diese einfachen, mehrzelligen Tiere sind krusten- oder klumpenförmig, bisweilen mit finger- oder geweihähnliche Fortsätze, die von bräunlicher, gelblicher manchmal aber auch grünlicher Farbe sind. Über den Sommer können Schwämme bis in größere Tiefen einige Dezimeter lange und dicke Stöcke bilden. Im Herbst fangen sie dann an sich zu reduzieren und überwintern, indem sie vegetative Fortpflanzungskörper bilden. In kleine Zellhaufen lassen sich senfkorngroße gelblich-orangene Gemmulae erkennen.

    Im Bodensee kann man über 35 Arten von Schnecken und Muscheln finden. Die größte Sumpf- und Schlammschnecke (Limnea stagnalis) findet man nur selten im Ufergebiet, aber häufiger im pflanzenreichen Litoral. Am häufigsten dürfte die Kiemenschnecke Bythinis tentaculata sein. An Muscheln findet man die Große Teichmuschel (Anodonta cygnea) und die kleinere Flussmuschel (Unio crassus). Ungefähr Mitte der 1960er tauchte auch die Dreikant-, Wander- oder Zebramuschel (Dreissena polymorpha) im Bodensee auf. Obwohl es anfangs große Probleme mit dem massenhaften Auftauchen des Neozoon gab, werden die Bestände heutzutage von den wieder zunehmenden Wintergästen an Enten und anderen Wasservögeln dezimiert und sind für diese eine wichtige Nahrungsgrundlage geworden.

    Vögel

    Durch seine Größe, seine Vielfalt an Lebensräumen und seine Lage vor den Alpen ist der Bodensee ein wichtiges Vogelbrut- und Rastgebiet. Das ganze Jahr hindurch kann man hier die Lachmöwen (Larus ridibundus) beobachten, deren Scharen im Winter noch durch Gäste vergrößert werden. Über den Sommer kann man hier Flussseeschwalben (Sterna hirundo) für wenige Monate sehen. Neben Höckerschwänen, Blässhühnern, Haubentauchern und Graureihern findet man auch den von Fischern ungern gesehenen Kormoran. Als Brutgäste findet man Kolbenenten, Schnatterenten, Knäkenten, Löffelenten, Schwarzhalstaucher, Wasserrallen, Kiebitze und Bekassine, die im Obersee, dem Wollmatinger Ried oder verstreut in den Schilfzonen des gesamten Bodensees brüten.

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    Die Tiefenbereiche des Bodensees sind von der Wasseroberfläche bis zum Seegrund in verschiedene Sektionen aufgeteilt:

    - Hang: Bis ca. 3-5 m Tiefe. Er wird von der Erosion des Wellenschlages gebildet. Bei Tiefwasserstand, z. B. im Winter, liegt dieser Bereich meistens trocken.
    - Wysse (von Weiß): Bis ca. 20 m. Aufgewirbelter Ton und Mergel lagern sich hier ab und geben dem Bereich die helle Farbe.
    - Halde: Bis ca. 100m. Hier befinden sich eine steil abfallende Moränenflanke.
    - Schweb: Ab ca. 150 m wird der Seegrund Schweb genannt.
    - Tiefhalde: Abfallende Grundsektionen um 200 m.
    - Tiefer Schweb: Unterster Seegrund bei rund 250m.

Beobachtbare Parameter
Format: 04.02.2012
Format: 19:41
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m
min
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Messbare Parameter
m
°C
°C
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m
m
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Sonstige Beobachtungen
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benjaminfreitag (21.02.2008) 4.00°C Überlingen Parkhaus Post Details
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benjaminfreitag (03.02.2008) 5.00°C Überlingen Parkhaus Post Details
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flo (13.01.2008) 5.00°C Überlingen Parkhaus Post Details
flo (13.01.2008) 10.00m Überlingen Parkhaus Post Details
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