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AlatseeAlatsee

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  • Ökologie

Seensteckbrief

Tauchen erlaubt

Nein

Größe (ha)

12

Tiefe max. (m)

32

Höhe über Null (m)

868

Zufluss

Zufluss: Grundwasser; Abfluss: Faulenbach

Seenummer

186 7 323 001

Nutzung

Kurzinfo

Der Alatsee liegt im Vilser Gebirge im Ostallgäu und ist wohl einer der sagenumwogensten Seen im Süden Deutschlands. Verfluchte Mönche, versunkene Schätze, brodelndes Wasser und eine unsagbare Tiefe - das sind die Geschichten um den See westlich von Füssen. Eine interessante Geologie und Biologie sind ihm jedoch sicher. Aus Sicherheitsgründen wurde der See allerdings für Taucher gesperrt.

Tauchsee-Informationen

Tauchen erlaubt/verboten: 
Tauchen verboten.
Tauchinformationen: 

Das Tauchen ist im Alatsee nicht gestattet.

Bild: 
Geschichte: 

Der See liegt im Faulenbachtal, benannt nach dem manchmal vorhandenen Geruch von faulen Eiern durch den Sulfatgehalt im See, im Falkensteinzug.

Der Auslauf des Faulenbachs

Dieser Zug besteht aus hartem, steilgestelltem Gestein mit dazwischen liegendem, das Faulenbachtal bildende, weicheren Gestein. Im Norden findet man Hauptdolomit, im Süden Wettersteinkalk. Raibler Schichten bilden das Tal, welche gibshaltig sind und für den Sulfatgehalt im See verantworltich sind. Obwohl man den Alatsee anfangs als Einsturzsee angesehen hat und Tiefen von über 80m vermutete, hat sich herausgestellt, dass es sich eine vom Eis ausgehobelte Gipspinge handelt. Viel Schlamm und Detrituts bedeckt den Boden, dessen Mächtigkeit noch nicht ausgemessen worden ist.

Der Faulenbach

Entstehung: 

Der Alatsee ist auf natürliche Weise entstanden.

See Typ: 
Gipspinge, ausgehobelt durch Eisüberzug

Freizeitangebot und Anreise

Freizeitinformationen: 

Das Baden ist im Alatsee gestattet.

Kneippstelle Faulenbach

Badesee (Eigenschaft): 
Ja
Lage: 

5 km westlich von Füssen

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Eigenschaften: Familien-freundlich Interessante Fauna Interessante Flora Parkplatz vor Ort

Bilder

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Tauchplatz-Details

Taucheranzahl

Parkplatzsituation

Ein Parkplatz befindet sich ca. 100 m vom Strand entfernt.

Notfallinfo

Telefon

Eigenschaften

Familien-freundlichInteressante FaunaInteressante FloraParkplatz vor Ort

Füllstation

Füllstation nicht vorhanden.

Unterkünfte und Versorgung

Übernachtung

Hotel Alatsee

Verpflegung

Hotel Alatsee

  • Ökologie
  • Flora
  • Fauna
  • Grundbeschaffenheit
  • ↑

    Alatsee protected landscapeDas Gebiet um den Alatsee ist Landschaftsschutzgebiet. Der Alatsee ist ein meromiktischer See, der sich über dem Monimolimnion allerdings dimiktisch verhält. Er ist oligo- bis eutroph.

    Tauchen ist im Alatsee verboten, doch in Zusammenarbeit mit der Stadt Füssen, der Wissenschaftlichen Tauch Gruppe der Universitäten Stuttgarts (WITUS), des GeoBioCenters der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie der Universität Karlsruhe wurden Beprobungen des Sees mit Tauchern und UW-Robotern durchgeführt.

    Da das Tauchen im Alatsee nicht ungefährlich ist und zudem neben dem anspruchsvollen Tauchgang auch noch wissenschaftliche Proben genommen werden mußten, war das Briefing von außerordentlicher Wichtigkeit.

     

     

    Scientific Dive Group of Stuttgart

    Briefing der WITUS-Tauchgruppe vor der Probennahme - Wissensschaftliche Taucher beim Aufrödeln

    Der Tauchgang gestaltet sich als relativ schwierig. Sobald man sich der Schicht (zwischen ca. 14 und 17m) annähert, verschlechtert sich die Sicht rapide. In der Schicht selbst verliert man jeden Sichtkontakt zu seinem Tauchpartner. Selbst starke Taucherlampen vermögen nicht mehr einen selbst bei direkter Anstrahlung zu blenden. Im Licht von Kamerablitz und Taucherlampen kann man die starke rot-pinke Verfärbung durch die Bakterien erkennen:

    Sulphurbacteria in Lake Alat      

     In fast völliger Dunkelheit erkennt man noch Taucher und durch die Lampe die pink-farbene Bakterienschicht.

    Das Arbeiten unter Wasser wird durch die Sichtverhältnisse erschwert. Zusätzlich kann man den starken Schwefelgeruch durch die Maske und den Atemregler riechen.

    Wasserproben aus der Bakterienschicht werden mit an die Oberfläche gebracht, um die Bakterien zu bestimmen, aber auch um Wasserwerte wie pH, Temperatur, Sauerstoffgehalt etc. zu messen.

    Wasserprobe aus 14m, Sommer 2005. Die rote Farbe des Wassers ist im Stechrohr eindeutig zu erkennen.

    Auch Schlammproben werden aus der Tiefe mitgebracht, um die Zusammensetzung des Bodens zu studieren, aber auch um festzustellen, welche Bodentiere unter solchen Verhältnissen noch vorkommen.

    Neben Tauchproben wurden auch Wasserproben mit Hilfe von Wasserschöpfern untersucht. Mithilfe eines Wasserschöpfers können Proben von der Oberfläche aus einer bestimmten Tiefe geholt werden:

     

    Dabei muss das Wasser sorgfältig, möglichst ohne viel Aufwirbelungen in ein Probengefäß umgefüllt werden. Da dies aber nicht so einfach ist, kann man Temperatur- und ph-Sonden auch direkt in den Schöpfer halten.

    Anschließend werden die Proben zum Teil sofort untersucht. (Hierbei danken wir der freundlichen Unterstützung des Hotel Alatsees, welches uns seine Privatgarage für Arbeitszwecke zur Verfügung gestellt hat.)

  • ↑

    Im Uferbereich gibt es einige Stellen mit der Gelben Teichrose, sonst ist der Schwimmblattgürtel schwach entwickelt.

    Zwischen den Seerosen sieht man einen der vielen in den See gestürzten Bäume.

    Üppig Tannenwedel bis zu 2m Tiefe. Plankton relativ gering. Häufig Ceratium hirundinella.

  • ↑

    Purpurbakteriumschicht ab 14 bis 17m (Chromatium okenii). Schon nahe der Schicht kann man auf dem Grund Detritus (abgestorbene organische Ansammlungen) und Bakterienflecken erkennen. 

    Neben den Bakterien gibt es auch noch andere interessante Lebewesen im See. Überhalb der Schicht findet man die ganz normale Fauna eines mesotrophen Sees.

     

     

     

    Gallertkugel-"Tierchen" (Kolonie von Einzellern) auf Armleuchteralgen.Einzelne Zellen aus der Kolonie.

    Zooplankton ernährt sich von anderen kleinen Planktern - einzellige Zooplankter oder Phytoplankton. Dieses Wimpertierchen enthält noch immer erkennbare verschiedene Lebewesen.

    Es gibt auch relativ viele Muscheln überhalb der Bakterienschicht im Eulitoral. Doch sind viele der Teichmuscheln mit Dreikantmuscheln überwachsen, die ihnen die Nahrung sozusagen vor der Nase wegfiltern.

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TiefenprofileTiefenprofile

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